Heute Vormittag gab es eine Diskussion und Fragerunde zwischen der Autorin Monika Helfer und Germanistikstudenten, die sich mit ihrer Arbeit auseinandergesetzt haben. Es waren sicher an die hundert junger Menschen anwesend, die aus Wien angereist waren. Ich finde diese Gespräche meist interessanter als die Lesungen selber. Man erfährt, dass sich die Monika Helfer zum Erfindengeschichten gerne ins Bett legt und dass sie deshalb viel im Bett liegt. Dass sie ihre kurzen Geschichten in einen Stück schreiben muss, sich regelrecht zwingt sitzenzubleiben. Wenn ihr eine Geschichte nicht aufs erste Mal gelingt, dann wirft sie diese manchmal sogar weg und fängt eine neue an. usw, usw... Es ist eine sehr ungewöhnliche Art des Schreibens, die sie da beschreibt, aber es ist ihre, sie hat sie für sich gefunden und die Ergebnisse sind beeindruckend. Sie ist ein Mensch, der das Leben sehr pragmatisch und pointiert behandelt und diese Schreibweise entspricht so ganz ihrem Charakter. Man hört ihre Stimme und deshalb hört man ihr auch gerne zu.
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