Klein aber fein, so würde ich mein Atelier beschreiben. Auf nicht mal 12 m² findet meine ganze Kreativität ihren Platz. Das kann nicht viel sein, mag man glauben. Ein Eckschreibtisch mit meinem Computer ist der Ort an dem ich schreibe und Musik ausnehme. Gleich daneben habe ich eine Halterung für meinen Roland-Synthesizer, dann kommt ein Kasten mit Bürokram. Vor dem Fenster steht meine fahrbare Staffelei. Die ist in alle Richtungen und Höhen verstellbar, was sehr angenehm ist. In meinem Rücken, wenn ich so wie jetzt auf den Bildschirm blicke, ist mein Malbord, mit allen Farben, Malmitteln, Pinseln und Sachen, die ihr dort vermutlich nicht erwarten würdet. Ach ja, fast hätte ich meinen Dörrapparat "Excalibur" vergessen, der steht irgendwo dazwischen. Eigentlich ganz schön voll, aber ein wenig Chaos mag ich ganz gerne.
Nach diesem Post, werde ich ein paar Rottöne mischen und an meinem aktuellen Bild weitermalen. Es wird ganz anders als geplant und das ist gut so.
P.S: Morgen ist Poetry-Slam angesagt. Bei Schönwetter gibts ein Open-Air auf dem OK-Platz in Linz.
Mittwoch, 29. Juni 2011
Dienstag, 21. Juni 2011
Das Interview
Josef, wie fühlen sie sich heute?
Danke, noch etwas müde und schwer, aber auch irgendwie glücklich.
Das war ja gestern ein großer Abend. Was ging ihnen durch den Kopf, als sie sie das erste Mal gesehen haben.
Ich hatte meine Zweifel, ehrlich. Anfangs wusste ich nicht, wie ich damit umgehen soll. Ja, ich war überfordert.
Hört sich nach einem harten Kampf an.
Na ja, Kampf stimmt sogar irgendwie, es war im wahrsten Sinne eine große Herausforderung.
Wie groß?
Hmmmm, wenn sie schon mal eine hundertjährige Eiche gesehen haben, so einen Durchmesser ungefähr.
Das ist ja beträchtlich, wie steht man so etwas mental
durch?
durch?
Also alleine hätte ich das nie geschafft. Da hat es mir sehr geholfen, dass ich von vielen lieben Menschen umgeben war. Gemeinsames Leid, sie verstehen.
Josef, was würden sie abschließend sagen, was haben sie von diesem Abend mitgenommen?
Tja, diese Frage ist einfach zu beantworten. Der sehr nette Restaurantbesitzer hat uns Unmengen von Alufolie an den Tisch gebracht und wir konnte die restliche Pizza einpacken.
Dienstag, 14. Juni 2011
Lug und Trug
Vieles, dem wir begegnen, ist mehr Schein als Sein, Lug und Trug. Ein mysteriöser, sonderbar geformter, von geheimnisvollen Schriftzeichen überzogener Stein, der von unbekannter Hand, wie ein Symbol das zu deuten ist, mitten auf die Strasse gelegt wurde, ist letztlich, nach eingehender Betrachtung und vorsichtiger Annäherung, doch nur eine weggeworfene McDonald’s-Tüte.
Freitag, 10. Juni 2011
Pflichtbewusst
Es ist eine lange, von Autos verlassene Straße, an der ich entlang marschiere.
Aus einer unscheinbaren Seitenstraße kommt ein Radfahrer. Es ist ein kleines Mädchen. Sie hält an, schaut nach links und rechts, sieht das außer mir, der noch gut fünfzig Meter entfernt ist, weder andere Zweiräder, Autos, Flugzeuge, Dampfschiffe oder U-Boote am Verkehrsgeschehen teilnehmen. »Trotzdem«, mag sich dieses Mädchen denken. Pflichtbewusst und im exakten Neunzig-Grad-Winkel fährt ihr rechter Arm nach oben und bleibt für eine Weile in dieser Haltung. Erst dann steigt sie wieder auf, tritt munter in die Pedale und grüßt mich freundlich beim Vorbeifahren.
Aus einer unscheinbaren Seitenstraße kommt ein Radfahrer. Es ist ein kleines Mädchen. Sie hält an, schaut nach links und rechts, sieht das außer mir, der noch gut fünfzig Meter entfernt ist, weder andere Zweiräder, Autos, Flugzeuge, Dampfschiffe oder U-Boote am Verkehrsgeschehen teilnehmen. »Trotzdem«, mag sich dieses Mädchen denken. Pflichtbewusst und im exakten Neunzig-Grad-Winkel fährt ihr rechter Arm nach oben und bleibt für eine Weile in dieser Haltung. Erst dann steigt sie wieder auf, tritt munter in die Pedale und grüßt mich freundlich beim Vorbeifahren.
Dienstag, 7. Juni 2011
Warum-Darum
Er sagte: „Nein, nein und nochmals nein“
Sie sagte: „Doch“
Es fragte: „Warum“
Er und Sie, wie aus der Pistole geschossen: „Darum“
Dann lachten er und sie, weil warum und darum sich reimt und weil sie es gleichzeitig gesagt hatten.
Es lachte auch, etwas später, einfach so, weil es mitlachen wollte.
Donnerstag, 2. Juni 2011
wie wir lseen
Afugrnud enier Sduite an enier Elingshcen Unvirestät ist es eagl, in wlehcer Rienhnelfoge die Bcuhtsbaen in eniem Wort sethen, das enizg Whcihitge dbaei ist, dsas der estre und lzette Bcuhtsbae am rcihgiten Paltz snid. Der Rest knan ttolaer Bölsdinn sien und du knasnt es torztedm onhe Porbelme lseen: Das ghet dseahlb, wiel wir nchit Bcuhtsbae für Bcuhtsbae enizlen lseen, snodren Wröeter als Gnaezs.