„Jetzt“ ist ein Wort, das selbst wenn es schnell gesagt wird, immer zu spät kommt.
Dienstag, 28. Dezember 2010
Donnerstag, 23. Dezember 2010
Frohe Weihnachten...
Ein Weizenfeld über das der Wind streicht, eine Blume die durch den Asphalt bricht oder das unbeschwerte Lachen eines Kindes, sind Bilder unserer Welt, die kaum jemand missen möchte.
Ein hell erleuchtetes Fenster in einer Winternacht, gehört da für mich unbedingt dazu.
Fröhliche Weihnachten!
Josef
Ein hell erleuchtetes Fenster in einer Winternacht, gehört da für mich unbedingt dazu.
Fröhliche Weihnachten!
Josef
Mittwoch, 22. Dezember 2010
Einfach leben
Ich will mich nicht an einen Gedanken binden. Ich will mich in ihn versenken wie in ein Bohrloch.
Wenn andere Stollen meinen Weg kreuzen, möchte ich ohne Angst und Reue abzweigen.
Immer wieder abzweigen, abbiegen, mich treiben lassen, eintauchen in ein unüberschaubares Tunnelsystem.
Ich will nicht auf oder über die Welt, ich will in sie hinein gleiten.
Und sei es nur für wenige Momente… einfach leben.
Donnerstag, 16. Dezember 2010
Wert > ?
Wie viel darf der Morgen kosten, wenn es das Gestern umsonst gab?
Ist es denkbar, dass dankbar mehr will als es wert war?
Dienstag, 14. Dezember 2010
Stück
Ein Stück,
noch ein Stück,
nur noch ein Stück,
dann doch noch eins und vielleicht noch eins zum Mitnehmen.
Eines nach dem anderen und manchmal auch mehr.
Und zum Schluss….eins zuviel.
Sonntag, 12. Dezember 2010
Donnerstag, 9. Dezember 2010
Wasser und Licht
Aus Licht und Wasser entsteht Leben.
Beides Elemente die klar und durchsichtig erscheinen.
Ganz anders als das Leben, das daraus hervorgeht.
Samstag, 4. Dezember 2010
Stille
Es ist Samstagabend, Josef ist allein Zuhause.
In den Nachbargärten hängen Glühbirnchengirlanden an Bäumen, leuchten Rentiernasen und klettern Weichnachtsmänner die Häuserfassaden hoch.
Die ideale Nacht, denkt Josef, heute will er es wissen.
Er stellt den Fernseher aus, nimmt die Batterie aus der Küchenuhr, schraubt den Wasserhahn fest zu, ja er dreht sogar das Licht aus. Nicht weil das wichtig wäre, nur weil er sich dann besser konzentrieren kann, so glaubt er.
Josef setzt sich im Schneidersitz auf den Boden und atmet flach. Manchmal hält er sogar den Atem an und schließt die Augen.
Nichts… es ist nichts zu hören. Genau das wollte Josef zwar erreichen, er wollte der Stille lauschen und dennoch… er ist enttäuscht und wird zunehmend ungeduldig. Es ist einfach nur still, nichts weiter. Kein Unterschied zu jeder anderen Stille. Es liegt keine besondere Qualität in dieser Ruhe, sie ist fast langweilig, denkt Josef. An der Nacht kann es nicht liegen, es ist die richtige Zeit, ja es liegt sogar Schnee, der im Schein der Lichterketten glitzert.
Dass der Advent, die stillste Zeit im Jahr sei, ist eben nur ein Spruch, sagt sich Josef schließlich,
so wie „die Hoffnung stirbt zuletzt“ oder „vorbei ist vorbei“.
so wie „die Hoffnung stirbt zuletzt“ oder „vorbei ist vorbei“.
Freitag, 3. Dezember 2010
Unschuldsvermutung
„Für mich gilt die Unschuldsvermutung“, behauptete die Erde und zog sich ihre weiße Weste über.
Mittwoch, 1. Dezember 2010
Lebensführung
Ich fahre in die Arbeit. Im Bus neben mir sitzt ein Mädchen mit aufgeschlagenem Heft. Ich schiele hinüber, ihre Schrift ist erstaunlich gut lesbar. Überschrift, "Gesunde Lebensführung", darunter eine lange Auflistung. Bewegung, vitaminreiche Kost, Vollkornprodukte, zwei Liter trinken, gesundes Arbeitsumfeld, Freunde, Vermeidung von Stress...
Zwischendurch blickt sie immer wieder auf und wiederholt das Gelesene im Kopf. Sie paukt für einen Test, muss die gesunde Lebensführung heute auswendig können.
P.S. Das Dezember Bild und die Kurzgeschichte sind online.
Zwischendurch blickt sie immer wieder auf und wiederholt das Gelesene im Kopf. Sie paukt für einen Test, muss die gesunde Lebensführung heute auswendig können.
P.S. Das Dezember Bild und die Kurzgeschichte sind online.
Dienstag, 30. November 2010
Der / Die / Das
Der Wortschatz der deutschen Sprache liegt zwischen 300000 und 500000 Wörter.
Wenn ich mir für jeden bestimmten Artikel nur eines aussuchen müsste, wären es diese.
Der Mensch / Die Liebe / Das Leben
Außer ich habe Hunger, dann…
Der Krautstrudel / Die Spargelcremesuppe / Das Vollkornbrot
Sonntag, 28. November 2010
Meldungsübersicht
Es ist 16 Uhr, ich sitze im Auto, im Radio die Meldungsübersicht.
„Die Kriegsgefahr zwischen Nord- und Südkorea steigt bedrohlich an.
In wenigen Minuten beginnt im Horr-Stadion das mit Spannung erwartet Derby Rapid gegen Austria.“
Samstag, 27. November 2010
Schneeflockentanz
Tanzen Schneeflocken vom Himmel auf die Erde oder fallen sie nur herunter?
Wird wohl so ähnlich wie bei uns Menschen sein.
Die einen tanzen, die anderen laufen nur herum.
Die Schneeflocke freute sich über die Lawinenwarnung.
Gleich geht's los... gleich geht's los...
Freitag, 26. November 2010
Nachtfrost
Als ich heute Früh in den erstarrten Nachtfrost hinausging, nahm mein Körper aus dem Haus ein wenig Wärme mit. Mit hochgestelltem Kragen hauchte ich in mich hinein.
Donnerstag, 25. November 2010
Zeit
In einem Augenblick, der bleiben wollte, trat ich aus dem Trubel der Zeit.
Früher als gewollt und später als gedacht…kam ich zurück.
Früher als gewollt und später als gedacht…kam ich zurück.
Mittwoch, 24. November 2010
478.983.878.267.766
Wie viele Schneeflocken benötigt man für einen Schneeball?
Nächste Frage!
Wie lange dauert es, bis die Zukunft da ist?
Nächste Frage!
Wie viele Fragen hält die Welt für uns bereit?
478.983.878.267.766
Wirklich?
Nein…!
Dienstag, 23. November 2010
Wackelkopf
Auf der Heimfahrt redet der Busfahrer gerne mit mir. Er ist beleidigt, wenn ich mich nicht in die erste Reihe setzte. Manchmal dreht er sich um, meist schaut er in den Rückspiegel. Er lacht zwischen den Worten und ich nicke dazu. Das Meiste was er sagt, verstehe ich nicht, ihm genügt meine Zustimmung.
Manchmal fühle ich mich wie so ein Hund mit Wackelkopf. Ich glaube mein Vater hatte einmal einen Dackel im Auto.
Manchmal fühle ich mich wie so ein Hund mit Wackelkopf. Ich glaube mein Vater hatte einmal einen Dackel im Auto.
Montag, 22. November 2010
Stolpersteine
Durch das Leben zu stolpern, ist mit gutem Reaktionsvermögen und Gleichgewichtssinn eine machbare Angelegenheit.
Eine bewusste Entwicklung, die von Einsicht geprägt ist,
braucht Geduld und Neugier, um herauszufinden warum es so viele Stolpersteine gibt.
Montag, 25. Oktober 2010
Mein erster Blog
Ich schreibe, weil ich so mit mir selber in Kontakt treten kann.
Zusätzliche Gesprächspartner sind für mich Geschenke...
Zusätzliche Gesprächspartner sind für mich Geschenke...