Donnerstag, 12. Januar 2012
Tränenmond
Keine Wolken. Obwohl schon Morgen war, begrüßte mich heute, als ich aus dem Haus trat, ein frischer, klarer Nachthimmel. Wie so oft, wenn mir kalter Wind entgegenschlägt, schütteten meine Tränensäcke ihre Taschen aus. Schwer zu sagen, ob vor Freude, jedenfalls bildeten sich in meinen Augen kleine Teiche, die überzuschwappen drohten. Und für kurze Zeit, vielleicht zwei Sekunden, lebte ich in einer Welt mit zwei Monden.
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