Donnerstag, 26. Januar 2012

Gegenlicht

„Der Lauf der Dinge“ war mein letzter Post-Eintrag. Um ein Haar wäre er auch der letzte geblieben.
Gefrierender Nebel, schlechte Sicht. Ich war gestern Abend mit dem Auto unterwegs. Eine vertraute Strecke, wenigsten das. In einer langgezogenen Kurve, die in einen kleinen Ort führte, viel mir eine 50km-Tafel auf. Die war mir noch nie aufgefallen. Ich überlegte, warum bei manchen Orten nur eine Ortstafel steht und manchmal zusätzlich eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Gab es da eine Logik, die ich nicht im Stande war zu begreifen.  Vertrauten manche Bürgermeister nicht darauf, dass die Autofahrer vom Gas gingen. War das eine zusätzliche Schutzmaßnahme für ihre braven Wähler, die seit Jahrzehnten ihrer Wahl-Farbe treu geblieben waren. Egal, allenfalls war ich, wie so oft, am Nachdenken über die Dinge des Lebens. Mir entgegen, mühte sich eine Fahrzeugkolonne aus dem Ort heraus. Ungefähr in Kurvenmitte traf unser direktes Sichtfeld aufeinander. Dann sah ich das Bild aus dem Nebel auftauchen. Wie ein Blitz, der dich in Zeitlupe trifft. Nein, nicht ein Blitz. Vier. Vier Lichtkegel nebeneinander oder zwei Paar Scheinwerfer Seite an Seite.
Ist heute nicht ein wunderschöner Tag?

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