Moritz überlegte lange hin und her, stand im Geschäft wie eine Schaufensterpuppe. Es war aber auch nicht leicht. Es gab Eiswürfelformen in jeder Form und Größe. Die Himbeeren und die walnussgroßen Totenköpfe kamen schließlich in die nähere Auswahl. Tags darauf hatte Moritz zu einer Party geladen. Seine selbstgemixten Cocktails waren der Renner, die Eiswürfel, ein Eyecatcher. Moritz schlürfte gerade an seiner Bloody-Mary, als Flori, schon etwas betrunken, ihm ausgelassen auf die Schulter klopfte. Durch die wuchtige Freundschaftsbekundung fiel der Schluck größer aus, als gewollte und ein Eiswürfel fand seinen direkten Weg in richtung Luftröhre. Moritz erstarrte, dachte an geeiste Totenköpfe, frostige Fratzen, aus kalten Gräbern teuflisch lachend, nach ihm greifend, ihn in die Tiefe zerrend.
Dann schluckte er die Eis-Himbeere hinunter.
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