Montag, 24. Oktober 2011

Evolution

Da heißt es immer, die Evolution geht ganz langsam vor sich.
In einem kurzen Menschleben seien die Veränderungen nicht erkennbar. Dauerte es doch Jahrmillionen bis die Tiere aus den Meeren krochen und die Flossen zu Füßen wurden. Umso überraschter war ich, als ich letzte Woche durch den Lutz-Weihnachtsmarkt schlenderte. So etwas hatte ich bis dato nicht gesehen. Kleine, mit neon-grell-lila Glitzerstaub überzogene Rentiere. Einmal mit nach Hause genommen, sollten sie in ihre natürliche Umgebung, in Gärten, Terrassen und Fensterbretter, entlassen werden.
Ich dachte an umherstreuende Katzen oder Hunde, kleine Igel, Hasen, die sich in die Vorgärten verirrten. Wie werden sie mit dieser neuen Artenpopulation umgehen. Werden sie reihenweise Herzinfarkte erleiden, in eine Schockstarre verfallen. Ich fürchte die Tierkliniken werden zu Weihnachten Sonderschichten einlegen.

1 Kommentar:

Maria Appenzeller hat gesagt…

Zum Glück bin ich kein Tierarzt.

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